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Sport

Die Vorteile von Kinesio-Tapes

Ob im Fernsehen oder beim Sporttreiben: Bestimmt haben Sie schon einmal Sportler gesehen, die diese bunten, aufgeklebten Tapes benutzen. Doch wofür genau kommen die Bänder infrage?

Die Vorteile von Kinesio-Tapes

Das Wichtigste in Kürze

  • Ob im Fernsehen oder beim Sporttreiben: Bestimmt haben Sie schon einmal Sportler gesehen, die diese bunten, aufgeklebten Tapes benutzen.
  • Dabei handelt es sich jedoch nicht nur um ein modisches Accessoire, wie viele glauben.
  • Nein, die elastischen Baumwollbänder mit einer klebenden Schicht aus Acryl fungieren als therapeutische Tapes.
  • Doch wofür genau kommen die Bänder infrage?

Das Kinesiology Tape – oder kurz Kinesio-Tape – ist kein buntes, schmückendes Klebeband, sondern ein elastisches Tape, das zu Therapiezwecken angewendet wird. Unmittelbar beim Sport bringt es nicht viel, unterstützt in der Regenerationsphase jedoch die im Körper stattfindenden Heilprozesse. Insofern ist das Band nicht nur für Sportler geeignet.

Das Kinesio-Tape stabilisiert die jeweilige Körperregion

Das Band besteht hauptsächlich aus Baumwolle, eine klebende Acrylschicht sorgt dafür, dass es an der gewünschten Stelle dauerhaften Halt findet. Ein sicherer Halt ist wichtig, denn das Kinesio-Tape ist erst dann sinnvoll, wenn es für mindestens vier, besser für sieben Tage auf der Haut haften bleibt.

Dabei enthält ein solches Band keine Stoffe, die in die Haut eindringen und dort auf die Muskeln, Sehnen und Gelenke wirken, wie das etwa Wärmesalben oder wärmende Pflaster tun. Das Tape wirkt, indem es flexibel alle natürlichen Bewegungen des Körpers an der aufgeklebten Stelle mit nachvollzieht – und zwar allein durch die Stabilität, die es der Körperregion verleiht. Diese Stabilität entsteht, weil das Band in etwa so dick ist wie die menschliche Haut. Aus diesem Grund besitzt es auch dieselbe Elastizität. Und genau deswegen hilft es bei der Heilung. Aber wie funktioniert das?

Ein Kinesiology Tape schafft mehr Platz unter der Haut

Es klingt auf Anhieb womöglich seltsam, aber genau so funktioniert ein solches Band: Es schafft zwischen der innersten Hautschicht und dem darunter befindlichen Gewebe mehr Platz. Und der ist für das Gewebe enorm wertvoll, seien es Weichteile, Faszien oder Muskeln. Erstens nämlich werden die Schmerzrezeptoren dadurch entlastet, der ständige Druck auf sie fällt weg. Zweitens können die genannten Körperteile im entstandenen Raum leichter gleiten, so verbessert sich die Bewegungsfähigkeit deutlich.

Drittens wird die Lymph- und Blutzirkulation optimiert. Dort, wo sich der Körper selbst regeneriert, wo also ein Heilungsprozess stattfindet, bedarf es einer guten Durchblutung. Die Lymphen wiederum sorgen dafür, dass in den betroffenen Körperregionen etwaige Schwellungen, Entzündungen oder aufgestaute Flüssigkeiten abgebaut bzw. abtransportiert werden.

Auf den Profi vertrauen

Kinesio-Tapes kann man überall kaufen, doch zumindest für die erste Anwendung sollten Sie einem Spezialisten vertrauen und die Bänder nicht selbst auf die Haut kleben. Bei falscher Platzierung kann das negative Auswirkungen auf die Biomechanik haben. Wer zu viel von dem Band verwendet oder es beim Aufkleben zu stark spannt, riskiert Hautreizungen und die Bildung von Blasen.

Darüber hinaus gibt es Personengruppen, die auf die Anwendung des Tapes verzichten sollten. Bei empfindlicher Haut kann es zu Irritationen und Ausschlägen kommen, stark behaarte Menschen sollten sich die entsprechenden Körperstellen vor der Nutzung rasieren, da das Band sonst nicht gut haftet. Auch bei einer Klebstoffallergie ist der Verzicht die bessere Entscheidung, ebenso bei Venenthrombose oder offenen Wunden. Und nicht zuletzt raten wir von Kinesio-Tape ab, wenn Sie sich in aktiver Krebstherapie befinden oder an systolischer Herzinsuffizienz leiden.

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Häufige Fragen (FAQ)