Das Wichtigste in Kürze
- Wer unter Heuschnupfen leidet, benötigt Hilfe – wenn auch nicht immer ärztliche, so zumindest in Form von Medikamenten.
- Doch nicht immer sind Nasenspray und Augentropfen gerade vorrätig, wenn wir sie benötigen. Und die nächste Apotheke liegt nicht gleich um die Ecke.
- Jetzt ist es Zeit, einige der Hausmittel auszuprobieren, die bei allergischen Reaktionen empfohlen werden.
- Für starke Heuschnupfenpatienten sind Hausmittel indes meist ungeeignet.
Wer krank ist, unternimmt etwas gegen die Symptome. Ob Hustensaft, Pastillen für den Hals, Nasenspray, Fiebersaft oder Fiebertabletten, blutverdünnende Mittel wie Ibuprofen oder Aspirin gegen die Kopf- und Gliederschmerzen: Gegen nahezu alle Auswirkungen einer Erkältung findet sich etwas in der Hausapotheke. Wenn Sie starke Symptome aufgrund Ihres Heuschnupfens zeigen, greifen Sie ebenfalls zu Medikamenten – zusätzlich gibt es jedoch auch einige wirksame Hausmittel.
Unbehandelt droht ein allergisches Asthma
Denn es ist tatsächlich keine Option, die Anzeichen des Heuschnupfens zu ignorieren. Reizungen der oberen Atemwege können sich nämlich, sofern sie unbehandelt bleiben, zu weitaus unangenehmeren Symptomen auswachsen – etwa zu einem dauerhaften allergischen Asthma. Aber was tun, wenn die entsprechenden Medikamente grad nicht zuhause im Schrank lagern? Oder wenn Sie eine Unverträglichkeit gegen eines dieser Mittel haben?
Mit den richtigen Hausmitteln können Sie die Symptome eines Heuschnupfens wirksam bekämpfen. Beginnen wir bei der Ernährung. Je gesünder diese ist, desto besser für unser Immunsystem und desto besser funktioniert auch die körpereigene Pollenabwehr. Viel trinken, scharf essen – gern mit Knoblauch, Ingwer, Chili und Co. – und zusätzlich Kapseln oder Tabletten mit Schwarzkümmelöl können für deutliche Linderung sorgen.
Ingwer, Honig und Schwarzkümmel als Helfer
Schwarzkümmel hemmt Entzündungen, die sich durch die Pollenbelastung oft bilden, dadurch werden die Schleimhäute besänftigt. Gleichzeitig stärkt Schwarzkümmelöl das Immunsystem. Ingwer wirkt ebenfalls entzündungshemmend und hilft, das Kratzen im Hals zu lindern, das der Heuschnupfen ebenfalls verursacht. Nicht zu verachten sind auch die ätherischen Öle von Zwiebeln. Honig kann das Immunsystem aufgrund des enthaltenen Blütenstaubs auf die Pollen vorbereiten und desensibilisieren.
Doch zurück zu den ätherischen Ölen. Die sind noch auf andere Weise hilfreich, nämlich als Badezusatz. Sie reinigen die Atemwege oder können abschwellend wirken, empfehlenswert sind Pfefferminze, Lavendel, Fenchel, Eukalyptus und andere. Wenn Sie keine Badewanne haben, dann können Sie diese Extrakte auch inhalieren – ganz einfach mit kochend heissem Wasser in einem Topf und einem Handtuch über dem Kopf. Das hilft ebenfalls. Oft genügt es schon, wenn Sie anstatt der ätherischen Öle einfach einen Teelöffel mit Koch- oder Meersalz in dem heissen Wasser auflösen.
Selbstgemachte Nasendusche und Haare waschen
Sollte mal kein Nasenspray vorrätig und die Heuschnupfensymptome heftig sein, können Sie sich zuhause selbst eine Nasenspülung mischen – aus Wasser und Salz. Das befreit die Atemwege und Sie können mal so richtig durchschnaufen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Heuschnupfenkennzeichen trotz geschlossener Fenster nicht besser werden, dann wechseln Sie ruhig mal die Kleidung, mit der Sie vorher vielleicht draussen waren. Hier können sich Blütenpollen festgesetzt haben.
Apropos festgesetzt: Duschen Sie, wenn die Symptome nicht besser werden. Und waschen Sie sich dabei auch die Haare, so oft es geht, denn dort bleiben die Pollen ebenfalls gern hängen.

