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Gesundheit

Hilft Aroma-Therapie wirklich geistig und körperlich?

Dass der Mensch die guten Düfte den unangenehmen Gerüchen vorzieht: logisch. Unsere Nase ist zwar nicht so fein wie die anderer Arten, aber um beispielsweise zu erschnuppern, ob Lebensmittel verdorben sind, ist unser Riechorgan völlig ausreichend. Und es ist verblüffend, dass uns bestimmte Aromen in gute Stimmung versetzen oder uns gesundheitlich helfen – dazu müssen wir diese Düfte gar nicht einmal bewusst wahrnehmen. Verantwortlich für die positiven Auswirkungen sind ätherische Öle.

Hilft Aroma-Therapie wirklich geistig und körperlich?

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit vermutlich 5.000 Jahren produzieren Menschen ätherische Öle aus Kräutern.
  • Schon damals wurden die Öle höchstwahrscheinlich dazu benutzt, damit sich die Menschen wohler fühlten.
  • Heute wird die Aroma-Therapie gezielt eingesetzt – doch viele zweifeln an ihrer schulmedizinischen Wirkung.
  • Dabei hat die Wissenschaft bereits Beweise geliefert, dass ätherische Öle tatsächlich in körperlicher und geistiger Hinsicht positive Einflüsse auf uns haben.

Dass der Mensch die guten Düfte den unangenehmen Gerüchen vorzieht: logisch. Unsere Nase ist zwar nicht so fein wie die anderer Arten, aber um beispielsweise zu erschnuppern, ob Lebensmittel verdorben sind, ist unser Riechorgan völlig ausreichend. Und es ist verblüffend, dass uns bestimmte Aromen in gute Stimmung versetzen oder uns gesundheitlich helfen – dazu müssen wir diese Düfte gar nicht einmal bewusst wahrnehmen. Verantwortlich für die positiven Auswirkungen sind ätherische Öle.

Was sind ätherische Öle?

Dabei handelt es sich um flüchtige Öle aus Naturprodukten. Die Öle enthalten Aromen, die über Monoterpene in den Organismus gelangen. Das geschieht entweder über die Atmung, also über die Nasenschleimhaut, oder über die Haut. Etwa dann, wenn man ätherische Öle in das Badewasser mischt. Das Blut transportiert die Wirkstoffe dann von der Schleimhaut bzw. den Hautzellen in die Organe.

Ätherische Öle werden aus dem Gewebe einer Pflanze entnommen, in den meisten Fällen erfolgt die Gewinnung durch eine Destillation mit Wasserdampf. Zur Anwendung kommen die Öle zum Beispiel bei der Inhalation, bei Massagen, als Badezusatz, als Medikamente, als Kompressen oder in der Aroma-Therapie.

Wie wirken ätherische Öle in der Aroma-Therapie?

Je nach Pflanze, aus der das ätherische Öl gewonnen wird, kann es anregend wirken oder beruhigend und die Stimmung positiv beeinflussen. Das Aroma des Öls löst einen Sinnesreiz aus, der – und das ist inzwischen auch wissenschaftlich erwiesen – geistige und körperliche Folgen haben kann. So lösen die Düfte etwa Zustände der Unruhe oder gar der Angst auf und wirken zudem gut gegen den Stress, der uns im Alltag begleitet und den wir oft gar nicht mehr wahrnehmen.

Aber auch gegen körperliche Beschwerden können ätherische Öle helfen. Schwierigkeiten mit der Verdauung sind ein gutes Beispiel. Einige Substanzen können in der Aroma-Therapie bewirken, dass Blähungen und Übelkeit gemindert werden. Auch dauerhaftes Aufstossen ist lästig und lässt sich mit bestimmten ätherischen Ölen durch eine Aroma-Therapie lindern. Denken Sie nur an Bäuchlein-Öl für Babys – die enthaltenen Öle werden auf den Bauch einmassiert und ziehen durch die Hautzellen in den Blutkreislauf ein. Dort wirken sie sanft gegen die Magenbeschwerden des Säuglings.

Und nicht zuletzt sind einige ätherische Öle auch erprobt im Kampf gegen Erkältungen und deren unangenehme Begleiterscheinungen wie Schnupfen, Schluckbeschwerden, Halsschmerzen, Husten oder Kopfschmerzen.

Die Geschichte der Aroma-Therapie

Wie eingangs erwähnt, hat die Menschheit schon vor vielen tausend Jahren die Kraft der Kräuter und Pflanzen genutzt. Sehr wahrscheinlich nicht nur in olfaktorischer Hinsicht, sondern auch therapeutisch. Wissen wurde gesammelt und tradiert, die Nutzung der Pflanzen immer weiter verfeinert und an den Bedarf angepasst.

Die Aroma-Therapie in die Wissenschaft eingebracht hat letztlich der französische Chemiker René-Maurice Gattefossé. Er setzte sich intensiv mit den Essenzen auseinander, die man aus Pflanzen gewinnen kann, und veröffentlichte seine Forschungen zur Heilwirkung von ätherischen Ölen im Jahr 1936 als Buch – mit dem Titel: «Aromatherapie».

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Häufige Fragen (FAQ)