Das Wichtigste in Kürze
- Wer seine Katze gern draussen herumstreunen lässt, geht natürlich einige Risiken ein.
- Der Autoverkehr ist dabei nur eine Gefahr, eine andere geht von kleinen Plagegeistern aus: Flöhe und Zecken, die die Tiere mit nach Hause bringen.
- Wie beim Menschen stellen Zecken ein direktes gesundheitliches Risiko für Katzen dar, doch kann ein Biss auch noch andere Folgen haben.
- Wie also kann man seine Katze vor den blutsaugenden Insekten schützen?
Wie Menschen können Katzen ebenfalls an Borreliose erkranken, wenn sie von einer Zecke gebissen werden und der Blutsauger nicht rasch entfernt wird. Oft bringen Outdoor-Katzen, die gern herumstreifen, die kleinen Tierchen mit nach Hause, wobei der Übergang der Blutsauger auf den Menschen nicht besonders wahrscheinlich ist. Für Katzen liegt die Gefahr aber noch anderswo.
Zeckenbiss bei Katzen: die Haut leidet als erstes
Denn auch für die Haut der Katze kann, trotz ihres dicken Fells, der Biss einer Zecke zum Problem werden. Denn so gelangen Keime und Pilze hinein, die Infektionen auslösen oder zu Hautkrankheiten wie Ekzemen, Schuppen oder Haarausfall führen können. Zwar können die Samtpfoten eine eingebissene Zecke mit ihren Krallen und vor allem den scharfen Zähnen fast mühelos entfernen, aber bis dahin könnte die Haut bereits gelitten haben.
Besser wäre es allemal, im Vorfeld zu verhindern, dass sich eine Zecke überhaupt an Ihre Katze herantraut. Und es gibt Mittel und Wege, wie das sogar mit natürlichen Wirkstoffen gelingen kann, wenn Sie nicht die chemische Keule schwingen wollen (zu diesen Präparaten dann später mehr).
Natürliche Mittel können Zeckenbisse bei Katzen verhindern
Zu den natürlich bzw. biologischen Waffen gegen Zecken gehören zum Beispiel Bierhefe oder Kokosöl. Wenn Sie Ihrer Katze ein mit Bierhefe versetztes Futter verabreichen, dann verändert das den pH-Wert der Haut – und die kleinen Blutsauger werden davon abgehalten, sich festzubeissen. Das Futter gibt es vorgemischt zu kaufen, doch Bierhefe können Sie auch als Pulver einzeln erstehen und mit dem Lieblingsfutter Ihres Stubentigers vermischen.
Ähnlich verfahren Sie mit Kokosöl, das Sie ins Futter mixen. Das hält zum einen alle möglichen Bakterien ab und ist gut für den Darm und für das Immunsystem. Doch seine ganze Kraft gegen Parasiten entfaltet das Öl, wenn Sie es – gering dosiert – zweimal die Woche sanft ins Fell massieren. Zecken hassen die enthaltene Laurinsäure ebenso wie Flöhe oder Milben.
Die Plagegeister mit Chemie auf Abstand halten
Einige Katzenhalsbänder enthalten Pflanzenextrakte, beispielsweise Minze, Eukalyptus oder Citronella, die das Band permanent absondert und ebenfalls Zecken fernhalten sollen. Über Halsbänder oder Sprays lassen sich jedoch auch chemische Wirkstoffe und Medikamente absondern, die die Parasiten in die Flucht schlagen sollen oder abtöten, wenn sie sich bereits eingenistet haben.
Sogenannte Spot-on-Medikamente funktionieren ähnlich, diese trägt man im Nacken der Katzen auf (damit die Tiere ihn dort nicht ablecken können), von wo sie sich über Fell und Haut verteilen oder durch die Haut ins Blut gelangen und sich so verteilen. Auch das schreckt Zecken und andere Schmarotzer gründlich ab.
Wenn Ihre Katze doch mal eine Zecke hat…
…dann helfen Sie Ihrem felligen Schützling am besten, wenn Sie das Insekt ganz vorsichtig und vor allem komplett entfernen. Sie wissen es natürlich: Es bringt nichts, nur den Körper herauszureissen, solange der Kopf der Zecke in der Haut der Katze steckenbleibt. Mit einer Zecken-Zange von PHA geht es den kleinen Biestern aber gründlich ans Eingemachte, in der Regel ziehen Sie damit die ganze Zecke mühelos aus der Haut heraus. Sollte das jedoch nicht klappen, ist es ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen.

