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Gesundheit

Sommersonne: Wissenswertes zu Vitamin D, UVA- und UVB-Strahlung

Sonnenschein ist für den Körper wichtiger, als viele denken. Dabei gibt es ein Dilemma – denn ohne die Strahlung der Sonne bildet der Körper auch kein Vitamin D. Lesen Sie hier wie man den Vitamin D Mangel umgeht.

Sommersonne: Wissenswertes zu Vitamin D, UVA- und UVB-Strahlung

Das Wichtigste in Kürze

  • Sonnenschein ist für den Körper wichtiger, als viele denken.
  • Natürlich sollte man gut präpariert sein, wenn man sich der Sonne länger aussetzt, doch auch an schattigen Plätzen dringt die UV-Strahlung durch.
  • Dabei gibt es ein Dilemma – denn ohne die Strahlung der Sonne bildet der Körper auch kein Vitamin D.
  • Wie in den meisten Fällen ist es auch hier empfehlenswert, Mass zu halten.

Ja, es stimmt: Es gibt nur einen einzigen natürlichen Weg, auf dem unser Körper selbst dazu in der Lage ist, das so lebenswichtige Vitamin D zu produzieren. Das geschieht, weil die Strahlung das im Organismus vorhandene Provitamin D in «echtes» Vitamin D umwandelt. Dieses wiederum stärkt nicht nur unser Immunsystem, sondern auch die Knochen und die Muskeln.

Sonne trägt zur Bildung von Vitamin D bei

Mehr als jede/r zweite Schweizerin und Schweizer leidet unter einem Mangel an Vitamin D, der sich kurzfristig leider gar nicht bemerkbar macht. Wertvoll sind Präparate und Nahrungsergänzungsmittel, da unser Körper nicht in der Lage ist, das über die Nahrung zugeführte Vitamin D auch aufzunehmen. Nur etwa zehn bis zwanzig Prozent dieses in unseren Lebensmitteln enthaltenen Vitamins kann der Organismus aus der Nahrung herausfiltern und speichern. Doch das ist viel zu wenig.

Schon etwa eine Viertelstunde täglich genügt, um diese Dosis auszugleichen. Länger ist gar nicht nötig, denn erstens können wir einen Überschuss an Vitamin D gar nicht speichern – und zweitens steigt das Risiko für Hautkrebs mit jeder Minute, die man ungeschützt in der Sonne verbringt. Dabei stehen wir vor einem echten Dilemma, denn wenn wir hochgradig wirksamen Sonnenschutz benutzen, der gleichzeitig UVA- und UVB-Strahlung abhält (was übrigens bei einem Sonnenbad dringend empfohlen wird), dann reicht die Sonnenstrahlung wiederum nicht aus, damit der Körper den Prozess der Umwandlung von Provitamin D zur Genüge umsetzen kann.

Den Vitamin-D-Status checken lassen

Wenn Sie daran interessiert sind, wie es um Ihren Vitamin-D-Wert bestellt ist, fragen Sie zunächst mal bei Ihrem Hausarzt nach. Viele Praxen bieten diese Messung an; ist das nicht der Fall, dann weiss das Praxisteam bestimmt, wohin Sie sich stattdessen wenden können. Und wenn Sie schon dabei sind, lassen Sie am besten auch gleich von Ihrem Hautarzt abklären, ob die Gefahr von Hautkrebs besteht. Idealerweise lassen Sie das alle zwei Jahre kontrollieren. Zeigt Ihre Haut viele kleinere und grössere Leberflecken, dann können Sie diesen Check einmal im Jahr vornehmen lassen.

Wissenswert ist auch, dass der Aufenthalt im Freien nicht notwendigerweise in der prallen Sonne stattfinden muss, damit der Körper Vitamin D bilden kann. Die Faustregel «15 Minuten Tageslicht» ist da schon besser, gerade weil zu viel Sonnenstrahlung (UVA und UVB) für die Haut schädlich ist. Für den kurzfristigen Sonnenbrand verantwortlich ist dabei UVB, UVA hingegen schädigt die Haut auf längere Sicht und verursacht Falten, Pigmentflecken und Spätfolgen wie beispielsweise Hautkrebs.

Sonnenschutz gegen UVA und UVB

Darum ist es wichtig, beim Kauf des Sonnenschutzes darauf zu achten, dass dieser vor beiden Strahlungen schützt. Benutzen Sie den Sonnenschutz auch, wenn Sie sich im Schatten aufhalten oder Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen tragen: UV-Strahlen dringen durch dünne Stoffe hindurch. Lichtschutzfaktor 30 sollte es mindestens sein; 50 ist allerdings besser, besonders bei Kindern. Und tragen Sie spätestens nach jeweils zwei Stunden neue Sonnencreme auf.

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Häufige Fragen (FAQ)