Sind Sie im Herbst und Winter unmotiviert, müde, schlaf- und lustlos? Vitamin-D-Mangel könnte ein Grund für diese Beschwerden sein. Doch das sind längst nicht alle typischen Symptome.
Das Wichtigste in Kürze:
- Ohne das Licht der Sonne kommt es im Herbst und im Winter bei Menschen vermehrt zu einem Mangel an Vitamin D.
- Auch unausgewogene Ernährung führt zu einer Vitamin-D-Unterversorgung.
- Stete Müdigkeit, mangelnde Motivation, wenig Konzentration und Lustlosigkeit können Warnzeichen sein, dass Vitamin D fehlt.
- Aber auch Schlafstörungen, Knochen- und Gelenkschmerzen, Haarausfall oder unbändige Lust auf Süssigkeiten sind oft Hinweise auf eine Unterversorgung.
Es gibt einige Symptome, bei denen sich ein Mangel an Vitamin D erst im fortgeschrittenen Alter bemerkbar machen. So kann zum Beispiel Alzheimer eine Langzeitfolge sein, aber auch die sogenannte Knochenerweichung, bei Erwachsenen Osteomalazie genannt. Dieses Krankheitsbild ist bedingt durch eine Störung im Stoffwechsel der Knochen, was die Grundsubstanz des Gebeins weicher macht.
Das führt dazu, dass Knochenbrüche unter Umständen niemals vollständig verheilen. Selbst bei einem guten Heilungsprozess dauert es aber deutlich länger, bis die gebrochenen Knochenteile wieder miteinander verwachsen. Das Problem: Auch Kinder können bereits unter diesen Symptomen leiden, wenn bei ihnen ein Vitamin-D-Mangel herrscht. Im Kindesalter nennt man diese Krankheit allerdings Rachitis.
Zu wenig Vitamin D: die typischen Symptome
Es gibt allerdings deutlich mehr Symptome, die bei einer Unterversorgung von Vitamin D auftreten können. Wer andauernde Probleme hat mit schmerzenden Gelenken oder Knochen, die nicht durch äussere Umstände auftreten, könnte unter fehlendem Vitamin D leiden. Auch permanente Müdigkeit und anhaltende Lustlosigkeit deuten auf einen Mangel hin, ebenso ein häufig auftretender Zustand von Nervosität.
Sehschwäche und Haarausfall können ebenfalls die Folge einer Unterversorgung mit Vitamin D sein, ausserdem Schlafstörungen und ein unerklärlicher, oft aus dem Nichts auftauchender spontaner Appetit auf viele Süssigkeiten. Wer unter immer wieder einsetzenden Konzentrationsproblemen leidet, sollte seinen Vitamin-D-Haushalt ebenfalls überprüfen.
Es gibt also nicht «das eine» Symptom, das uns sofort auf die richtige Fährte des fehlenden Vitamins führt. Selbstverständlich können alle genannten Anhaltspunkte auch auf andere Erkrankungen hindeuten. Doch gerade im einsetzenden Winter, wenn wir psychologisch sowieso etwas angeknackst sind, sind fehlende Vitamine und insbesondere Vitamin D eine grosse Gefahr, dass die Winterdepression zuschlägt. Vitamin D ist nämlich nicht nur physisch, sondern auch psychisch wichtig für uns, weil es ein wichtiger Grundstoff ist, der dem Organismus hilft, die sogenannten Glückshormone Dopamin und Serotonin zu produzieren.
Woher kommt Vitamin-D-Mangel eigentlich?
Wer unter einem oder mehreren der genannten Symptome leidet, sollte nicht gleich in Panik verfallen; Aufregung ist ein schlechter Ratgeber. Überprüfen Sie besser analytisch, woher der Vitamin-D-Mangel rühren könnte. Verbringen Sie im Herbst und im Winter viel Zeit in dunklen Räumen, etwa im Büro? Fehlt Ihnen Tageslicht, sind Sie selten an der frischen Luft? Dann ist die Gefahr der Unterversorgung von Vitamin D real – denn der Mensch benötigt Sonnenlicht. Pflanzen nutzen die Strahlung der Sonne, um Kohlenstoffdioxid per Photosynthese in Sauerstoff umzuwandeln, während die menschliche Haut Im Schein der Sonne tatsächlich Vitamin D produziert.
Zwar ist auch eine unausgewogene Ernährung ein Faktor bei einem Mangel an Vitamin D, allerdings können Sie höchstens 20 Prozent des Bedarfs über die Aufnahme von Lebensmitteln zu sich nehmen. Die fehlenden 80 Prozent müssen Menschen mit Sonnenlicht decken oder zu Präparaten greifen, die Vitamin D enthalten.

