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Ernährung

Welche Lebensmittel enthalten Gluten?

Die Symptome sind unterschiedlich. Blähungen, Verstopfungen und Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen, aber auch eine andauernde Appetitlosigkeit sind mögliche Folgen von Glutenunverträglichkeit. Viele Betroffene fühlen sich auch andauernd kraftlos und müde. Für sie ist es wichtig, jene Lebensmittel zu meiden, die Gluten enthalten – und das sind nicht gerade wenige.

Welche Lebensmittel enthalten Gluten?

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Gluten handelt es sich um eine Substanz aus Proteinen, die in den Samen von Weizen, Hartweizen und Dinkel in hoher Konzentration vorhanden ist und auch Klebereiweiss genannt wird.
  • In Europa und auch in der Schweiz leiden immer mehr Menschen unter Zöliakie, das ist die Unverträglichkeit von Gluten.
  • Naturgemäss ist Gluten insbesondere in Produkten enthalten, die hauptsächlich aus Mehl hergestellt werden.
  • Die gute Nachricht für Menschen mit Zöliakie: Es gibt heutzutage viele Lebensmittel, die glutenfrei produziert werden.

Die Symptome sind unterschiedlich. Blähungen, Verstopfungen und Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen, aber auch eine andauernde Appetitlosigkeit sind mögliche Folgen von Glutenunverträglichkeit. Viele Betroffene fühlen sich auch andauernd kraftlos und müde. Für sie ist es wichtig, jene Lebensmittel zu meiden, die Gluten enthalten – und das sind nicht gerade wenige.

Getreide auf der roten Liste bei Glutenintolleranz

Sofern in der Bäckerei nicht anders gekennzeichnet, sollte man als von Zöliakie betroffener Mensch mit allen Broten und Weggli erst einmal vorsichtig sein. Sicher, Brot wird heutzutage auch mal aus Hirse, Quinoa, Kastanien, Amaranth, Mais, Buchweizen, Traubenkernmehl, Reis bzw. Wildreis oder Farinha gebacken, ist dann aber auch fast immer so ausgewiesen.

In der Regel bestehen Weggli und Brote (respektive Backwaren aller Art) bei uns jedoch aus Mehl, Kleie, Griess oder Schrot, die aus Dinkel, Gerste, Roggen, Hafer, Weizen, Grünkern oder Emmer gewonnen werden. Wenn Sie unter Zöliakie leiden, dann sind diese Lebensmittel für Sie absolut ungeeignet. Auch Couscous, Udon, Kritharaki und Somen gehören in diese Aufzählung.

Weitere glutenhaltige Nahrungsmittel

Hin und wieder stösst man auf Brotsorten, die aus Buchweizen, Soja, Reis oder Mais hergestellt sind. Wer eine Glutenunverträglichkeit entwickelt hat, sollte nicht den Fehler machen, auf diese Sorten auszuweichen, denn üblicherweise enthalten diese Brote nur etwa zehn Prozent des angegebenen Getreides. Sind sie wirklich komplett glutenfrei, dann müssen sie auch dementsprechend etikettiert sein. Panade in Fisch- oder Fleischgerichten sollten Sie ebenfalls nicht essen.

Vegetarier oder Veganer haben nicht automatisch einen Vorteil, wenn es um glutenfreie Kost geht. Der beliebte Seitan beispielsweise, ein Fleischersatz, wird aus Weizen hergestellt. Bei Müesli, Cornflakes oder Popcorn sollten Sie das jeweilige Produkt vor dem Verzehr prüfen. Auch einige Getränke müssen Sie vermeiden, etwa Bier, Malzbier, Reis- oder Maisbier und gegebenenfalls Whisky, bei dem in manchen Fällen Malz nach der Destillation beigegeben wird.

Glutenfreie Ernährung – diese Lebensmittel eignen sich

Es sind in erster Linie unverarbeitete Lebensmittel, die kein Gluten enthalten. Dazu gehören natürlich zuvorderst frische Früchte bzw. frische Gemüsesorten. Bei Konserven oder Tiefgefrorenem sollten Sie etwas vorsichtiger sein, gerade Dosenobst ist oft mit Geschmacksverstärkern, Aroma- und Konservierungsstoffen, Säuerungsmitteln, Bindemitteln oder Süssstoff versetzt. Auch Milch- und Milchprodukte sowie Käse in natürlicher Form sind frei von Gluten. Jede Menge toller Produkte ohne Gluten gibt es beispielsweise von Schär.

Diese Faustregel lässt sich auf nahezu sämtliche Nahrungsmittel ausdehnen: Unverarbeitet glutenfrei, verarbeitet nicht. Für Fisch bzw. Meeresfrüchte, Nüsse, Fleisch- und Wurstwaren gilt die Regel ebenso wie bei Gewürzen oder Tomatenmark. Kartoffeln sind in natürlichem Zustand ebenfalls frei von Gluten; vorgefertigte Erzeugnisse aus Kartoffeln – einige Pommessorten, fertiges Kartoffelpüree, Schupfnudeln, Kroketten, Rösti, Reibekuchen, Herzoginkartoffeln sowie Knabbereien aus Kartoffeln enthalten hingegen oft Gluten. Auch Nudeln müssen extra als glutenfrei gekennzeichnet sein.

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Häufige Fragen (FAQ)